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Jennifer Mayeur

Aktuelles

Convergence Grenoble: Unverzichtbare Tools für Lehrkräfte zur Vorbereitung auf das Schuljahr 2026

Bei der Vorbereitung auf das Schuljahr 2026 geht es längst nicht mehr nur darum, welche digitalen Tools zum Einsatz kommen. Es geht auch – und vielleicht …

Enseignante préparant sa rentrée scolaire 2026 avec des outils pédagogiques et un ordinateur portable dans une salle des professeurs

Die Vorbereitung auf das Schuljahr 2026 hängt nicht mehr allein davon ab, welche digitalen Tools eingeführt werden. Sie hängt auch – und vielleicht vor allem – davon ab, ob ein Team gemeinsam entscheiden kann, auf welche Tools es verzichtet. Convergence Grenoble bietet einen Rahmen, um diese Überlegungen zu strukturieren, vorausgesetzt, man weiß, wonach man suchen und wie man die verfügbaren Ressourcen mit den tatsächlichen Bedingungen vor Ort in Einklang bringen muss.

DSGVO-Konformität digitaler Tools: Was die kostenlose Version nicht verrät

Ein Tool, das als kostenlos und für den schulischen Einsatz geeignet aufgeführt ist, garantiert nicht automatisch ein ausreichendes Maß an Datenschutzkonformität. Entscheidend ist die konkrete Nutzung, nicht der Name des Tools. Das verwendete Konto, die gewählte Version, die Freigabeeinstellungen und die Bedingungen für die Datenspeicherung beeinflussen das tatsächliche Schutzniveau.

Bevor ein Dienst in den Unterricht integriert wird, sollten die von der Plattform verarbeiteten Daten geprüft werden. Eine Lehrkraft, die Dokumente mit Schülernamen bei einem Dienst hochlädt, dessen Server sich außerhalb der EU befinden, handelt nicht im Einklang mit den geltenden Vorschriften – selbst wenn das Tool in einer Liste der Schulbehörde aufgeführt ist. Auch die kostenlose Version einer Software kann Daten anders monetarisieren als die kostenpflichtige Version.

Wir empfehlen, vor jedem Einsatz im Unterricht systematisch drei Punkte zu prüfen:

  • Den Standort der Speicher-Server und die für die gehosteten Daten geltende Rechtsordnung
  • Die Speicherbedingungen: Aufbewahrungsdauer, tatsächliche Löschung nach der Kontoschließung und Zugriff durch Dritte
  • Die Verarbeitung von Nutzungsmetadaten (Anmeldezeiten, Navigationspfade, Aktivitätsverlauf), die häufig auch dann ausgewertet werden, wenn die Inhalte verschlüsselt sind

Lehrkräfte, die sich bei Convergence Grenoble anmelden möchten, finden dort einen Einstiegspunkt, um von der Schulbehörde geprüfte Ressourcen zu identifizieren. Das senkt das Risiko, ersetzt aber nicht die Prüfung im Einzelfall.

Lehrkräfteteam, das bei der Vorbereitung des Schuljahresstarts mit Convergence Grenoble gemeinsam digitale und gedruckte Unterrichtsmaterialien nutzt

Gemeinsam im Lehrkräfteteam entscheiden, auf welche Tools verzichtet wird

Der bei der Vorbereitung des Schuljahresstarts am häufigsten vernachlässigte Aspekt ist das Aussortieren. In allgemein gehaltenen Artikeln werden Listen mit Tools zusammengestellt, die man einführen sollte. Das eigentliche Problem ist jedoch umgekehrt: Zu viele gleichzeitig genutzte Tools zersplittern die Arbeitsweisen und überfordern die Teams.

Ein pädagogisches Team, das vier Quiz-Plattformen, drei Speicherbereiche und zwei verschiedene Messenger nutzt, verliert an Einheitlichkeit, was es durch Vielfalt zu gewinnen glaubt. Die Schülerinnen und Schüler wechseln zwischen widersprüchlichen Benutzeroberflächen hin und her, ohne sich an einer stabilen Orientierung festhalten zu können.

Konkrete Kriterien für die Entscheidung, ein Tool abzuschaffen

Ein Tool wird nicht einfach von heute auf morgen abgeschafft. Die Entscheidung muss anhand gemeinsamer Kriterien vorbereitet werden. Diese Kriterien haben sich in pädagogischen Konferenzen bewährt:

  • Erfüllt das Tool dieselbe Funktion wie ein Dienst, der bereits durch die institutionelle Grundausstattung abgedeckt ist (apps.education.fr, schulisches ENT)?
  • Rechtfertigt die tatsächliche Nutzung im letzten Quartal den laufenden Aufwand (Updates, Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, technischer Support)?
  • Würde die Abschaffung des Tools eine konkrete pädagogische Praxis beeinträchtigen oder lediglich eine Gewohnheit?
  • Können die bereits gespeicherten Daten vor der Aufgabe des Dienstes problemlos exportiert werden?

Diese gemeinsame Abwägung setzt zu Beginn des Schuljahres eigens dafür vorgesehene Zeit voraus. Sie lässt sich nicht zwischen zwei Sitzungen improvisieren. Der Nutzen zeigt sich im darauffolgenden Quartal: weniger Zersplitterung, weniger Supportanfragen und mehr Übersicht für die Familien.

Ministerielle Vorgaben zum Einsatz von KI im Unterricht: ein Faktor bei der Unterrichtsplanung

KI im Bildungsbereich gehört inzwischen zur Unterrichtsplanung und nicht mehr nur zur IT-Ausstattung. Die ministeriellen Vorgaben zum Einsatz künstlicher Intelligenz beeinflussen die Auswahl der Unterrichtsaktivitäten und die Art und Weise, wie Lehrkräfte ihre Unterrichtseinheiten konzipieren.

Konkret bedeutet das: Plant eine Lehrkraft, mit einem KI-Assistenten differenzierte Übungen zu erstellen, sollte sie vorab prüfen, ob der Dienst an ihrer Schulbehörde tatsächlich verfügbar ist. Die Ankündigung eines souveränen Tools bedeutet nicht, dass es vor Ort bereits genutzt werden kann. Grenoble kann sich wie andere Schulbezirke in einer anderen Phase der Einführung befinden.

Bevor eine Jahresplanung auf einem KI-Assistenten aufbaut, sollte dessen tatsächliche Verfügbarkeit bestätigt werden. Für jede Unterrichtseinheit, die von einem Tool abhängt, dessen Verfügbarkeit zum Schuljahresbeginn nicht garantiert ist, braucht es einen nicht digitalen Plan B.

Digitale Nachhaltigkeit und lokale Fortbildungen in Grenoble

Im Großraum Grenoble werden lokale Fortbildungen zur digitalen Nachhaltigkeit angeboten. Dieser Aspekt ergänzt die Überlegungen zu den Tools um die Frage nach ihren tatsächlichen Auswirkungen. Jedes zusätzliche Tool verursacht ökologische und kognitive Kosten, die durch die finanzielle Kostenfreiheit verdeckt werden.

Wird dieser Aspekt in die Vorbereitung auf das Schuljahr 2026 einbezogen, lässt sich die Abschaffung eines wenig genutzten Dienstes sachlich begründen. Das Umweltargument stärkt gemeinsam mit dem pädagogischen Argument die gemeinsame Entscheidung.

Lehrkraft plant das Schuljahr 2026 in einem modernen Klassenzimmer in Grenoble an einer interaktiven digitalen Tafel

Institutionelle Ressourcen in Grenoble: erst die Grundausstattung, dann zusätzliche Tools

Apps.education.fr bildet weiterhin die von der französischen Bildungsbehörde geprüfte funktionale Grundausstattung. Bevor nach einem Drittanbieter-Tool gesucht wird, zeigt sich, dass die Plattform die meisten alltäglichen Anforderungen abdeckt: Speicherplatz, Videokonferenzen, gemeinsames Bearbeiten und Dateiaustausch.

Die Suche nach einem externen Tool beruht oft darauf, dass die bereits auf dem offiziellen digitalen Arbeitsplatz verfügbaren Funktionen nicht bekannt sind. Wer zuerst die institutionelle Grundausstattung prüft, bevor externe Tools hinzukommen, verringert die Angriffsfläche im Hinblick auf die DSGVO und vereinfacht die technische Wartung.

Auch das Réseau Canopé bietet kostenlos herunterladbare Materialien an, darunter ein pädagogisches Magazin für die Primar- und Sekundarstufe. Diese Materialien ersetzen kein täglich genutztes digitales Tool, geben aber Orientierung bei der Planung der ersten Unterrichtsstunden, der Klassenführung und der Zusammenarbeit mit den Familien.

Die Vorbereitung auf den Schuljahresstart 2026 in Grenoble profitiert davon, die gewohnte Vorgehensweise umzukehren. Statt digitale Tools anzuhäufen und darauf zu hoffen, das passende zu finden, sollte man von der institutionellen Grundausstattung ausgehen, die tatsächliche Konformität jeder Ergänzung prüfen und im Team Zeit dafür einplanen, gemeinsam überflüssige Tools auszusortieren. Diese gemeinsame Disziplin macht den Unterschied zwischen einem gut organisierten und einem nur bewältigten Schuljahresstart.

Convergence Grenoble: Unverzichtbare Tools für Lehrkräfte zur Vorbereitung auf das Schuljahr 2026